Haarsträubend oder doch nur halb so wild?!



«Ist es nicht unangenehm, Menschen intim zu berühren die behaart sind wie ein Affe?». Diese Frage wurde mir öfters gestellt.


Okay, es kommen nicht Massen weise Klienten mit starker Körperbehaarung zu mir in die Praxis, aber es kommt vor.


Einige Klienten, die wegen einer erotischen Sinnesreise buchen, lassen sich am Vortag speziell für den Termin bei mir enthaaren. Sei es Sugaring oder machen selbständig Rasuren soweit möglich.

Ich finde diese Geste etwas Schönes, da es mir zeigt, dass der Kunde sich auf den Termin freut und vorbereitet. Jedoch ist dies kein Muss. Denn für mich ist es beruflich egal, ob jemand viel oder keine Haare hat. Hauptsache gepflegt.

Was mir jedoch auffällt ist, dass Körperhaare in der Po-Ritze sehr viel stärker riechen, als Po-Spalten ohne Haare. Nun gut, das ist eine alte Weisheit, dass Geruchsstoffe durch Intimbehaarung verstärkt werden, doch glaube ich, dass die enge Kluft zwischen den grossen Backen oft vergessen geht beim einseifen. Nicht dass die Menschen dort schmutzig wären. Aber der Geruch ist definitiv eigen. Einen extra Schuss Duschgel hilft da enorm…


Ansonsten sind für mich Haare am Körper insofern anders, da es sehr viel mehr Öl braucht und dass die Gleitfähigkeit von Haut auf Haut gehemmt ist.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass auch das Empfinden für den Empfangenden weniger intensiv ist, da eine physikalische Barriere zwischen Berührung und Haut vorhanden ist. Männliche Brust, Bein und Rückenhaare sind bekanntlich nicht die dünnsten Härchen…



Es gibt Menschen mit mittlerer oder wenig Behaarung, die ihre Intimzone trimmen, also auf ein bis drei Millimeter kürzen. Dieses «Igeli» fühlt sich dann jedoch genau so an, wie es heiss: eben sehr stachelig. Öl mag dies zwar etwas weicher machen, doch aus «Dornen» werden keine glatten Oberflächen… Das kennen Männer vielleicht auch, wenn Frauen ihre Vulva nicht mehr ganz frisch rasiert haben: es stupft, piekt und kratzt.

Als Masseurin und Coach sind mir die Intimfrisuren egal. Doch die meisten Frauen pflichten mir bei dass der langsam schwindende Trend von Dreitage-Barte zwar optisch sehr sexy wirken kann, aber für Oralverkehr mitunter sehr unangenehm ist. Insbesondere wenn der Mann zwischen den Schenkeln so heiss auf die Vulva der Frau ist und mit dem Kinn die zarte Knospe zur Lustexplosion reiben will.

Nein, Klienten dürfen mich natürlich nicht oral befriedigen, aber ich kenne es aus meinem Privatleben: wenn die Klitoris anstatt zur Lust zum Frust gerieben wird. Es schmerzt, wenn die zig Tausend Nerven mit Bartstoppeln und noch unnötigem Druck wundgerieben werden!!! Liebe Männer, stellt euch vor, unsere Klitoris ist das Pendant zu eurer Eichel. Jedoch haben wir auf wenigen cm2 mehr Nervenende. Und diese werden nicht wie bei euch durch das permanente Tragen von Unterwäsche an Berührungen «gewöhnt», sondern liegt im Alltag gut behütet vor Überreizung im Schosse der Frau.

Und dann kommt ein heiss gewordener Mensch und reibt seine Bartstoppeln wie wild geworden daran…

Wie Schleifpapier auf Paarung...

AUTSCH. Oder fändet ihr das an eurer lustvoll angeschwollenen Eichel toll?!

Nur Mal so…



Haare sind okay, solange sie gepflegt sind. Egal in welchem Schnitt oder Rasur. Nur nicht die empfindlichen Körperzonen des Gegenübers damit überreizen und sich selbst wohl damit fühlen.

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