Das Gefälle der Geschlechter

Aktualisiert: 8. Dez. 2021


Ich ertappe mich selbst öfters: Wenn ein Mann sagt, dass er mit einer Frau ins Kino geht, denke ich «ja ja du Schelm, willste was von ihr».

Wenn aber eine Frau erzählt sie geht mit einem Mann ins Kino, denke ich sowas wie «oh, hoffentlich passen die zueinander» oder «ah, welchen Film schaut ihr denn?». Keine Hintergedanken.


Noch schärfer wird diese Diskrepanz bei Erotik-Massagen: Warum ist es okay, wenn eine verheiratete Frau zu mir in die Massage ohne Kleidung und mit Ganzkörper-Berührungen kommt und ich gar innerliche Berührungen auf Wunsch mache; nicht aber, wenn ein liierter Mann zur sinnlichen Massage ohne Sex kommt?



Warum werden Männern mit Argwohn oder «wissendem Lächeln» die Dinge nicht hinterfragt, sondern immer mit Lustgedanken entgegengetreten?

Ich kenne Frauen die Dauergeil sind und Männer die nie Sex wollen. Weshalb wir oft so stark schubladisiert?!

Männer haben einen höheren testosterongehalt ja. Aber nicht alle sind Sexgeil oder wollen nur die schnelle Nummer. Jedoch musste ich einsehen, dass umso mehr man weiss in der Sexualität, umso weniger Männer in den Sexualweiterbildungen sind. Meist kommen auf 18 Frauen 2, maximal drei Männer. Nein, nicht Wortwörtlich 😉… Interessanterweise sind es aber oft Männer die dann Institute leiten und nicht die Frauen. Weshalb? Hat das mit der Familienplanung zu tun?

Warum sind Männer bei «How top please a woman» Angeboten des Instituts wo ich meine Ausbildung zur Sexological Bodyworkerin geniesse von Männern gut besucht, nicht aber Intensivweekends wo man erotische Kernthemen unter die Lupe nimmt?

Scheuen sich die Männer vor so viel Selbstreflexion?

Ich werde täglich von Herren der Schöpfung angeschrieben, weil sie so lernwillig sind, wie man(n) eine Frau besser, schneller oder überhaupt befriedigt. Warum besuchen sie denn keine Kurse? Die Schnellbedienungsanleitung verhilft nicht zur Tiefe.

Vielleicht weil Männer oberflächlicher sind? Nun, ich glaube nicht. Auch sie hegen den Wunsch angenommen zu werden. Erlebnisse des tiefen erotischen Universums zu erleben. Doch warum kratzen sie meist nur an der Oberfläche?


Gerne möchte ich das Weltbild des Macho-Mannes verändern, denn die Männer die in meinen Erotik-Massagen sind zu aller grössten Teilen sehr wohl bereit, tiefer in die Materie einzusteigen. Abzutauchen in Sphären wo Energien gespürt und neue Zugänge zum ICH gefunden werden. Wo die Sexualität nicht schnell als Druckabbau gehandhabt wird.


Liebe Leser, wenn ihr dazu Gedanken habt, freue ich mich auf Kommentare unter dem Blogartikel.


Und warum gibt es keine Bordelle wo Frauen ihre explosive Lust gegen Bezahlung befriedigen können, so wie es Männer zuhauf im Angebot haben?

Nicht jede Frau will immer tief gehenden Sex. Manchmal will sie unverbindlichen Sex, mit einem fremden. Und nein, nicht jede Frau kann auswählen oder will das «Angebot» an bereitwilligen Privatpersonen annehmen.

Eine Frau ist schnell eine Schlampe oder Nymphomanin, wenn sie unverbindlichen Sex mag. Ein Mann ein Weichei, wenn er mit lockerer Leinenhose auf der Yogamatte Genitalmeditationen macht.



Hört doch auf mit dem Bullshit! Ich glaube beide, die Hobbynymphomanin und als Männer-Weiche haben besseren Sex, weil sie verschiedenes ausprobieren und ihrem Inneren nachgehen.

Meine Erfahrung ist, dass Männer das Weibliches zulassen und Frauen die auch Mal führen eine grössere Qualität (nicht unbedingt Quantität) bieten können. Also Männer, meldet euch Mal für einen Tantra-Kurs an und Frauen, knallt den Mann Mal ordentlich durch, auch ohne Petting und Kuscheln danach. Es ist okay.



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